2012年5月3日星期四

Tischlermeister Cornelius Landsberg hat sich mit einer Zinngießerei selbstständig gemacht


Post by (schmuck) May 2012
DOBBRIKOW - Cornelius Landsberg wohnt seit einem Jahr in Dobbrikow. Er kaufte einen Bauernhof, den er nach und nach ausbauen will. Wenn es nach ihm ginge, könnte der Tag mehr als 24 Stunden haben. Im Wohnhaus hat sich schon einiges getan, doch aus dem ehemaligen Schweinestall soll eine Zinnhütte werden, und dafür werden Muskelkraft und Geld benötigt. Dennoch lässt sich der 35-Jährige seinen Humor nicht nehmen. Dass sich der gelernte Tischlermeister am 1. Mai mit einer Zinngießerei selbstständig gemacht hat, ist ungewöhnlich, hat aber einen Grund: „Mich interessiert das Tischlerhandwerk nach wie vor. Aber einfach nur Spanplatten zusammennageln, hat nichts mehr mit dem ursprünglichen Handwerk zu tun“, sagt der gebürtige Berliner. Dafür sammelt er alles, was mit der Tischlerei zu tun hat – und nicht nur das. Auch das Stellmacherhandwerk und andere alte Handwerkskünste interessieren ihn. Auf dem Dachboden seines Wohnhauses hat er bereits ein kleines Museum eingerichtet. „Sammeln ist meine Leidenschaft. Ich mag Figuren, Reliefs, Skulpturen, militärische und bergmännische Gegenstände, Schmuck, Gefäße und Beschläge“, sagt Cornelius Landsberg.
Angefangen hat alles mit einer Zinnfigur, die er als Kind geschenkt bekam. „Die hatte ich schon, bevor ich mich entschied, Tischler zu werden.“ Jahrelang sammelte er Zinnfiguren mit allem, was dazugehört. Später fing er an, selbst Zinnfiguren zu gießen und diese Kunst auf Mittelalter- oder Handwerksmärkten zu zeigen. Nach und nach baute er seine Zinnhütte weiter aus.

Cornelius Landsberg hofft, seine Zinnhütte in Dobbrikow bald eröffnen zu können, um dann auch Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie Zinnfiguren hergestellt werden. Und nebenbei wird weitergesammelt. „Mit dem Museum ist kein Geld zu verdienen, also muss ich zusehen, dass ich viele Zinnfiguren verkaufe. Dementsprechend kann der Standort Dobbrikow weiter ausgebaut werden“, so der Neu-Dobbrikower, der die Figuren auch bemalt und dafür eine ruhige Hand und ein gutes Auge braucht. Er produziert Landknechte, Ritter, Eulen, Kanonen oder auch den alten Fritz. „Möglich ist alles, selbst, wenn jemand den Alten Fritz in quietschgelb haben möchte“, verspricht der Fachmann. Auch wenn ein Weihnachtsmarkt oder Bauernmarkt einen Tischler der alten Schule sucht, kann er gerne weiterhelfen. Nur die Büroarbeit ist dem Handwerker nach wie vor ein Graus. (Von Margrit Hahn)

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